Gesetzliche Krankenversicherung oder doch eher eine private Krankenversicherung?

Eine Grundsatzfrage bei Beamten

Die gesetzliche Krankenversicherung bei Beamten

Der Beamte hat die Wahl als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbleiben. Anders als ein Angestellter hat der Beamte jedoch keinen Anspruch auf den Arbeitgeber-Anteil. Das heißt, der Beamte zahlt den vollen Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung alleine. Bei Beamten in niedrigen Besoldungsgruppen kann sich das am Anfang vielleicht sogar noch rechnen. Aber auch hier steigt er alle zwei bis drei Jahre eine Besoldungsgruppe auf. Dadurch steigt sein Beitrag alle zwei bis drei Jahre kontinuierlich an. In der Regel zahlt selbst der Beamte, der – wie zum Beispiel: Justizvollzugsbeamte, Polizisten, Finanzbeamte, Verwaltungsbeamte – in einer niedrigen Besoldungsgruppe angesiedelt ist schnell deutlich mehr, als hätte er sich zum Zeitpunkt der Verbeamtung für eine private Krankenversicherung entschieden.
Wenn er irgendwann dann in Pension geht, rächt sich seine Entscheidung in mehrfacher Hinsicht. Die gesetzliche Krankenversicherung will später nämlich von sämtlichen Einnahmen – zum Beispiel Mieteinnahmen, Zinseinahmen etc. – ein Stück vom Kuchen abhaben. Jegliches Einkommen wird beim Beamten angerechnet und er wird von der gesetzlichen Krankenversicherung zur Kasse gebeten. Die Wahl zur privaten Krankenversicherung rechnet sich erfahrungsgemäß für den Beamten .

 

Die private Krankenversicherung für Beamte

Derzeitig sind in der privaten Krankenversicherung (in Deutschland) – bei umfassend derzeitig 43 Mitgliedsunternehmen – rund 8,9 Millionen Menschen versichert. Vereinfacht kann man gerade bei Beamten sagen: Der einzige Grund, warum ein Beamter sich nicht für die private Krankenversicherung entschieden hat, ist oder war sein Gesundheitszustand. Zwar gibt es für kranke Beamte immer noch die Öffnungsaktion, doch viele Beamte wurden bei Verbeamtung nicht richtig aufgeklärt. Häufig haben sie dadurch die sechs monatige Frist verpasst und hatten dadurch nicht mehr die Möglichkeit, sich privat krankenversichern zu lassen. Die meisten jedoch haben sich für eine private Krankenversicherung entschieden. Aus gutem Grund, denn die private Krankenversicherung – sofern der Beamte sich für die richtige Gesellschaft entschieden hat – bietet viele Vorteile gegenüber der GKV.

Was sollte ein Beamter jedoch tun, um die richtige private Krankenversicherung zu finden?

Als erstes muss er sich mit den einzelnen Bedingungen bzw. Bedingungswerken der privaten Krankenversicherung (PKV) befassen. Woher soll aber ein frischer Beamter, der gerade aus der gesetzlichen Krankenversicherung kommt – die ganz anderen Leistungen und auch Lücken hat – wissen, worauf er achten soll/muss? Es gibt unzählige Tarifmerkmale, die für einen Laien nur schwer – wenn nicht sogar unmöglich – sind zu vergleichen. Hierzu empfehlen wir von fairbeamtet.de, sich einen Profi zu Rate zu ziehen, der weder von einer Gesellschaft abhängig noch voreingenommen ist. Sofern Sie niemanden zur Hand haben, dem Sie vertrauen, fragen Sie ruhig uns. Wir helfen Ihnen dabei, den Dschungel der privaten Krankenversicherungen zu durchleuchten und die private Krankenversicherung zu finden, die Ihre Wünsche und Anforderungen an eine private Krankenversicherung erfüllen. Auch, wenn im Internet sicherlich einige Informationen zu finden sind, ist es für Laien schwer zwischen den unwichtigen und den wichtigen Leistungsmerkmalen einer privaten Krankenversicherung zu unterscheiden. Häufig findet bei Leihen die Entscheidung in Abhängigkeit vom Preis statt. Eine sehr gefährliche Entscheidung. Was bringt einem eine günstige private Krankenversicherung, wenn sie im schlimmsten Fall nichts zahlt, wenn der Beamte eine schwere bzw. kostenintensive Behandlung bedarf?

 

Wer kann Mitglied in der Privaten Krankenversicherung werden?

Beamte, Selbständige und Studenten auf jeden Fall. Diese sind grundsätzlich von der normalen Regelung ausgenommen. Ansonsten Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen über der Jahresentgeltgrenze (JAEG) liegt, können sich privat versichern lassen. Im Jahr 2017 beträgt diese Jahresentgeltgrenze 57.600 Euro jährlich, bzw. 4.800 Euro monatlich. Verdient ein Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres mehr, darf er Mitglied in der privaten Krankenversicherung werden. Berufsanfänger, deren Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, gelten ebenfalls als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung und können sich ebenfalls privat versichern lassen.

 

Wo sind Kinder zu versichern: gesetzlich oder privat?

Wenn beide Ehepartner privat versichert sind, so muss auch das Kind privat und gegen einen eigenen Beitrag versichert werden. Ist jedoch nur einer der beiden Ehepartner privat versichert, so kann das Kind beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

 

Einkommen der Elternteile

Beitragsfreie Mitversicherung von Kindern

Der Privatversicherte verdient über der JAEG und mehr als der GKV-versicherte Elternteil
Das Kind kann beitragspflichtig in der GKV oder beitragspflichtig in der PKV versichert werden.
Der privatversicherte Elternteil verdient maximal bis zur JAEG von 57.600 Euro.
Das Kind kann beitragsfrei in der GKV mitversichert werden.
Der GKV-Versicherte verdient über der JAEG von 57.600 Euro und mehr als der privatversicherte Elternteil.
Das Kind kann beitragsfrei in der GKV versichert werden.
Der privatversicherte Elternteil verdient maximal 57.600 Euro (2017) im Jahr und war schon vor 2003 privat versichert. Der gesetzlich Versicherte verfügt über ein geringeres Einkommen.
Das Kind kann beitragsfrei in der GKV versichert werden.

Bei unverheirateten Eltern

Bei Eltern – die nicht verheiratet sind – gilt folgende Regelung: Sind beide Elternteile privat versichert sind, so muss auch das Kind beitragspflichtig in der PKV versichert werden. Ist die Mutter in der GKV und der Vater in der PKV versichert ist, so kann das Kind beitragsfrei über die Mutter versichert werden. Sind die Mutter in der PKV und der Vater gesetzlich versichert ist, so kann das Kind ebenfalls beitragsfrei in der GKV mitversichert oder über die Mutter Mitglied in der PKV werden.
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